Leoben spielt in der Landesliga remis gegen die Grazer Schachgesellschaft

Tolle Stimmung für alle Schachfans herrschte am 28.2.2026 im Festsaal des Restaurants Gösserbräu. Für die 8. Runde in der steirischen Landesliga hatten sich nicht nur unsere Landesligamannschaft und das Team der I. Klasse zu ihren Wettkämpfen eingefunden, auch unsere Schachfreunde aus Trofaiach hatten ihre Heimspiele der Runde in diesen wunderschönen Spielort verlegt und so gab es an insgesamt 24 Brettern hochinteressantes Schach zu sehen.

In den letzten Runden hatte unser Team einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt, den wir natürlich gegen die Mannschaft aus Graz, das Team der Grazer Schachgesellschaft, gerne fortsetzen wollten. Da wir nach Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen feststellten, das wir an allen acht Brettern zum Teil deutliche Elovorteile aufwiesen, fanden wir uns sogar in der Favoritenrolle wieder. Allerdings schien das unser Spiel nicht merklich zu beflügeln, recht bald endeten die Partien von Kapitän Manfred und auch von Oliver mit Remis. Auch unser Spitzenbrett beendete seine Partie mit einem Unentschieden und damit hatten wir auch schon drei unserer vier Weißpartien beendet und keines der beiden Teams war in Führung gegangen.

Dies gelang schließlich unserer Mannschaft, als Lena am Jugendbrett den ganzen Punkt holte. Ein wichtiger Erfolg! Die Führung behielten wir auch weiterhin, denn Daniel auf Brett 2 und Robert auf Brett 6 holten in spannenden Partien ebenfalls einen halben Punkt. Über den Ausgang des Wettkampfs mussten nun die beiden noch verbliebenen Partien entscheiden: Georg hatte sich für diese Begegnung eine besonderes interessante Eröffnung ausgedacht, allerdings kam er recht bald in ernsthafte Schwierigkeiten und musste, um seinen König zu retten, in ein Endspiel abwickeln, dass seinem Gegner zwei Mehrbauern bescherte. Dieser materielle Rückstand war nicht mehr wettzumachen und damit hatten die Grazer ausgeglichen.

Alles hing nun von der Begegnung auf Brett 5 ab: In der letzten Partie des Wettkampfs ging es in der Tat heiß her. Unser Obmann hatte kurz nach der Eröffnung einen wichtigen Zentrumsbauern und das Läuferopfer erobert, allerdings gestaltete sich die Verwertung des Vorteils aufgrund der hartnäckigen Verteidigung seines Gegners nicht so einfach. Im unbedingt Gewinnstreben übersah Weiß dann eine einfache Antwort des Grazer Gegners und musste wegen einer unangenehmen Mattdrohung wichtiges Material opfern, was ihn schlussendlich in missliche Lage brachte. Knapp an Bedenkzeit gab sich sein Gegner allerdings mit einer Zugwiederholung zufrieden, was schlussendlich den unentschiedenen Ausgang dieses Wettkamps besiegelte.

Fazit: Wer im Fußball keine Tore schießt, wird sich mit dem Gewinnen schwertun, wer im Schach seine Möglichkeiten nicht nützt, lässt immer wieder wichtige Punkte am Wegrand liegen. Aber alles in allem dürfen wir mit dem unentschiedenen Wettkampfausgang gegen eine gefährliche Grazer Mannschaft nicht unzufrieden sein, selbst wenn unsere Gegner diesmal nicht mit ihrer besten Aufstellung nach Leoben gekommen sind. In den beiden nächsten Runden geht es gegen die Spitzenreiter in dieser Saison, wir freuen uns schon auf diese hochkarätigen Begegnungen.

Leoben 3 siegt in der I. Klasse Mur/Mürz gegen SK Alpine Trofaiach 3

Zeitgleich mit den Landesligarunden wird auch der Bewerb I. Klasse Mur/Mürz abgewickelt und so fand ebenfalls am 28.2. im Festsaal des Restaurants Gösserbräu die Begegnung Leoben 3 gegen SK Alpine Trofaiach 3 statt.

Unser Kapitän Alexander war diesmal leider verhindert, er hatte im Vorfeld aber eine starke Mannschaft nominiert, die sehr konzentriert und motiviert in den Wettkampf ging.

Alle vier Begegnungen gingen über die volle Distanz. Spannende Partien auf den Brettern zwei, drei und vier endeten jeweils unentschieden, zum Matchwinner avancierte am Spitzenbrett Robert Rauchlahner sen., der seinen im Mittelspiel eroberten Materialgewinn mit einer soliden positionellen Vorstellung geduldig Schritt für Schritt zu einer Gewinnstellung verdichtete. Mit diesem wichtigen Sieg hat sich unser Team zwei Runden vor Schluss nach vorne an den zweiten Tabellenplatz gesetzt, und wir sind schon sehr gespannt auf die abschließenden Runden dieses Bewerbs!

I. Klasse Mur/Mürz: Leoben 3 spielt unentschieden gegen Bruck/Mur

Die erste Runde im neuen Jahr führte unser Team in der I. Klasse Mur/Mürz zum Auswärtsspiel nach Bruck/Mur. Unsere Gegner mussten ein Brett vorgeben, was uns einen kampflosen Punkt bescherte.

Nach zwei Remisen von Kapitän Alexander Schein auf Brett 1 und Martin Antenreiter auf Brett 2 schien Leoben einem klaren Sieg entgegenzusteuern, zumal Willhelm Bachler auf Brett 3 nach schönem Spiel eine klare Gewinnstellung erzielt hatte. Der gegnerische König war am Rande abgeklemmt und mit einem stillen Zug hätte er ein sofortiges Matt erzwingen können. Ein einziges impulsives Schachgebot jedoch kostete einen ganzen Turm und stellte das Ergebnis auf den Kopf.

Mit dem unentschiedenen Ausgang des Wettkamps liegen wir drei Runden vor Schluss weiterhin auf dem dritten Platz.

7. Runde in der steirischen Landesliga: Leoben siegt erneut

Langsam scheint der Leobner Landesliga-Zug Fahrt aufzunehmen. Gegen den Grazer Postsportverein konnten wir den zweiten Sieg in Folge einfahren, ein sehr wichtiger Erfolg, der uns etwas Luft gibt in einem äußerst spannenden Turnier in der heuer extrem stark besetzten steirischen Landesliga. Aber der Reihe nach: Bemerkenswert die Aufstellung, nach vielen Jahren kehrte IM Robert Kreisl wieder ins Team seiner ehemaligen Schachgefährten zurück, was mit großer Freude aufgenommen wurde.


Eine Niederlage in dieser Begegnung hätte unser Team ans Tabellenende gespült. Dieser Sachverhalt war uns allen wohl bewusst und so gingen wir hochkonzentriert an die Bretter, es war klar, dass solides, konzentriertes Spiel Vorrang hatte vor wagemutigem, spekulativem Angriffsschach. Und so kam es auch, dass auf den Brettern drei und fünf unsere Schwarzpartien ausgangs des Mittelspiels remis endeten, auch Daniel auf Brett zwei steuerte einen halben Punkt bei.

Große Erleichterung, als in einer sehr unklaren Stellung eine Bauerngabel auf Brett sechs Robert den ganzen Punkt einbrachte. Ein enorm wichtiger Punkt, der uns die Führung bescherte. Oliver auf Brett 7 und Lena am Jugendbrett remisierten ihre Partien, somit mussten die zwei weiterhin laufenden Begegnungen über den Matchausgang entscheiden. Am Spitzenbrett verwaltete IM Lukas Leisch ein schwieriges Endspiel sehr umsichtig und neutralisierte das gegnerische Läuferpaar mit einer starken Verteidigungsleistung. Remis! Und damit war zumindest der unentschiedene Wettkampfausgang gesichert.

Den Schlussakkord setzte wieder einmal Georg, der eine sehr schöne Partie spielte, einen Königsangriff kraftvoll vortrug und just, als es noch einmal kompliziert zu werden schien, die Partie mit Matt am Brett beendete. Damit ging ein aufregender Wettkampf zu Ende, mit dem 5:3 Erfolg sollte es nun weiterhin Aufwind geben für die die entscheidenden Runden.