2. Runde der steirischen Landesliga – knappe Niederlage gegen Frauental FH Campus 02

Hatte vor zwei Wochen in der Auftaktrunde gegen Bärnbach noch alles zusammengepasst, so ging in diese Runde für unser Team leider einiges daneben! Am Kampfgeist hatte es nicht gelegen, dass schlussendlich nur 3,5 Punkte auf unserem Konto landeten und somit eine knappe Niederlage zu Buche stand.

Caissa war uns an diesem Abend im Gösser Bräu wohl nicht wirklich hold. Zwar gingen wir rasch in Führung, denn Deniz holte sich am Jugendbrett mit konsequentem, durchdachtem Spiel den ganzen Punkt, weiter ging es in dieser erfreulichen Tonart: Nach einem Kurzremis auf Brett 2 (Daniel holte sich als Nachziehender einen halben Punkt) erhöhte Robert auf Brett 5 mit einem schönen Erfolg auf 2,5 zu 0,5 Punkte. Das Momentum schien eindeutig auf unserer Seite zu sein, so hatte Oliver mit einer Mehrqualität bereits eine Gewinnstellung erreicht, auf Brett 4 hatte sich unser Obmann zumindest leichte Vorteile erspielt. Auf Brett eins kämpfte Lukas in einer schwerblütigen Positionspartie und Hermann verwaltete auf Brett 6 hartnäckig und konzentriert eine passive Stellung, sein eingesperrter weißfeldriger Läufer gab jedoch Anlass zur Sorge.

Auf Brett drei zeichnete sich ein aber ein weiterer Sieg für unser Team ab, denn Georg hatte nach glänzender Partieanlage seine strategischen Vorteile in entscheidenden Materialgewinn transformiert. Alle diese Partien mündeten schließlich in zum Teil komplizierte Endspiele. Während Georg seine Partie sicher gewinnen konnte, kippte die Partie von Oliver zugunsten seines Gegners. Auf Brett vier vergaß Schein, der noch mehr als genug Zeit auf seiner Uhr hatte, in allerdings mittlerweile schon sehr schwieriger Lage, dass er den vierzigsten Zug noch vor der Zeitkontrolle erledigen sollte und wurde von seinem Gegner auf die erfolgte Zeitüberschreitung aufmerksam gemacht.

Da weder Hermann noch Lukas ihre Partien halten konnten, waren schlussendlich nicht mehr als 3,5 Punkte auf unserem Konto gelandet. Gratulation an die kampfstarken Gegner, die in dieser spannenden Begegnung den Mannschaftssieg einfahren konnten!

Leoben startet mit Kantersieg in die neue Landesligasaison: Bärnbach – Leoben 2:6!

Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber eine höchst erfreuliche: Nach dem Start in die heurige Landesligasaison lacht unser Team von der Tabellenspitze! Verantwortlich dafür ist eine grandiose Mannschaftsleistung in der ersten Runde beim Auswärtsmatch in Bärnbach. Aber der Reihe nach: Durch den Ausfall unserer Spitzenspieler Lukas Leisch und Andreas Diermayr rückte Daniel Kölber aufs Spitzenbrett vor, dahinter kam nach längerer Zeit Philipp Enöckl zum Einsatz.

Wie im letzten Jahr setzten wir wiederum auf eine sehr solide Kette von routinierten Spielern und am Jugendbrett nahm wie schon so oft Lena Platz. Los ging der Wettkampf und es dauerte nicht lange, da konnte Kapitän Manfred Mussnig bereits den ersten Siegpunkt eintragen. Oliver auf Brett 7 fügte seiner ruhmreichen Sammlung von Französisch-Siegen ein weiteres bemerkenswertes Beispiel hinzu: Gegen die Tarrasch-Verteidigung spielte er eine sehr bissige, positionelle Variante mit einer taktischen Pointe, die sein junger Gegner nicht bemerkte. Am Ende einer beidseits recht rasch heruntergespulten Abwicklung stand plötzlich eine Springergabel auf dem Brett, die dem Nachziehenden eine ganze Mehrfigur bescherte. Mit dieser 1:0 Führung im Rücken spielte nun die ganze Mannschaft wie befreit auf.

Am 3. Brett kam unser Kapitän zu einem ungefährdeten Remis und dann ging es Schlag auf Schlag: Robert Rauchlahner junior spielte, wie wir es in den letzten Jahren schon gewohnt sind, seine Partie scharf auf Gewinn, lehnte ein Remisangebot seines Gegners ab und kam schlussendlich in einem sauber geführten Endspiel zum Erfolg. Seine Freibauern erwiesen sich als deutlich gefährlicher als der gegnerische Springer. Als auch noch Lena auf Brett 8 ihre druckvoll geführte Angriffspartie erfolgreich beenden konnte, war eine Vorentscheidung gefallen.

Der zwischenzeitliche Bärnbacher Punktgewinn auf Brett 2 – Philipp konnte ein schlecht stehendes Endspiel leider nicht halten – änderte nichts am weiteren Matchverlauf: Nach einigen zweifelhaften positionellen Entscheidungen seines Gegners konnte Schein auf Brett fünf in ein Doppelturmendspiel mit einem Mehrbauern überleiten, das er trocken nach Hause spielte. Wie immer stand auf Brett vier bei Georg das Brett in Flammen. Zwar hatte er sich in einem dramatischen Zeitnotgefecht Qualitätsvorteil gesichert, aber sein Gegner konnte noch ein gefährliches Gegenspiel am Königsflügel inszenieren. Als Georg aber eine Möglichkeit wahrnahm, die Damen zu tauschen, war die Gefahr gebannt und das Endspiel Turm gegen Springer (mit Bauern auf beiden Flügeln) brachte einen weiteren Punkt für unser Team.

Turm gegen Springer war auch das Materialverhältnis in der letzten laufenden Partie, allerdings konnte Daniel mit seinem Springer und den verbliebenen Bauern eine Festung installieren, die sein hartnäckiger Gegner trotz Qualitätsvorteils nicht knacken konnte. Eine abgeklärte Verteidigungsleistung sicherte das Remis und den 6:2 Auswärtssieg gegen Bärnbach. Herzliche Gratulation an das Team zu diesem bemerkenswerten Einstieg in die neue Saison.

Schlussrunde 2025/26 in der Landesliga

Die Landesliga Saison 2025/2026 wurde im Rahmen einer gemeinsamen Schlussrunde in Friedberg beendet. Unser Team traf dabei auf Söchau, die wir in den letzten beiden Saisonen immer gut im Griff hatten.

Nach einem raschen Erfolg von Deniz am Jugendbrette der mit einer Springergabel einen ganzen Turm gewinnen konnte und den beiden raschen Remisen auf unseren beiden vorderen Schwarzbrettern, schaut es nach der Eröffnung hervorragend für Leoben aus.

Auf den Brettern 2, 4 und 5 spielen alle drei Leobner auf den vollen Punkt, nur bei Oli und unserem Landesliga Debütanten Alex schaute es brenzlig aus. Oli verlor auch tatsächlich die Partie recht rasch, während Alex die Partie noch ins Remis lenken konnte. Die angesprochenen hoffnungsvollen Brettern liefen, wie die gesamte Saison, einfach nicht für uns. Nur noch ein weiterer halber Punkt kam nach der Zeitkontrolle auf unser Konto, was zu einer enttäuschenden 3:5 Niederlage geführt hat. Einfach eine Saison zum Vergessen. Ab Herbst werden wir uns wieder konsequenter an die Bretter begeben.

Ergebnisse der Schlussrunde: https://chess-results.com/tnr1205677.aspx?lan=0&art=3&rd=11

10. Runde der Landesliga: Leoben gewinnt gegen die Spg. Fürstenfeld/Hartberg!

Die vorletzte Runde der steirischen Landesliga sah im Restaurant Gösserbräu ein wichtiges Duell, sowohl im Kampf um die Tabellenspitze, als auch um die Plätze am Ende der Tabelle. Die lange Zeit führende Spg. Fürstenfeld/Hartberg wollte ihre letzte Chance wahrnehmen, die Tabellenspitze zurückzuerobern, die gastgebende Leobner Mannschaft hatte den Wunsch, sich von den hinteren Tabellenplätzen Richtung Mittelfeld nach vorne zu bewegen. Somit war in dieser Begegnung von Beginn an für einiges an Brisanz gesorgt. Beide Teams waren solide aufgestellt und es entwickelten sich spannende Kämpfe mit unklaren Stellungen auf allen Brettern.

Die Kiebitze sahen hier die Loebner im Vorteil, dort die Gäste und es war schwer abzusehen, wohin sich die Waagschale neigen würde. Auf den Brettern zwei, fünf und sechs endeten die Begegnungen schlussendlich mit einem Unentschieden und als Oliver auf Brett sieben eine Mehrfigur am Brett hatte, sah es nach der ersten Ganzentscheidung aus. Doch sein Gegner konnte nach einigen Ungenauigkeiten des Leobner Routiniers genügend Gegenspiel entfachen um sogar in ein Turmendspiel mit Mehrbauern überzuleiten. Oliver zeigte jedoch Nerven und Kampfkraft und hielt die Partie unentschieden.

Nach vier Begegnungen war der Wettkampfstand ausgeglichen. Georg auf Brett vier hatte als Nachziehender zwar einen Minusbauern, aber mehr als ausreichende Kompensation in Form eines wunderbaren Springers und zweier aktiver Türme. Damit entfachte er gekonnt einen unwiderstehlichen Mattangriff, dem sein Gegner nichts entgegenzusetzen hatte. Wir waren in Führung gegangen! Am Jugendbrett kämpfte Deniz großartig und hätte um ein Haar seine Stellung zusammengehalten, in einem komplizierten Turmendspiel musste er schließlich die Segel streichen. Wieder Ausgleich, 3.3! Die beiden laufenden Partien sollten über den Matchausgang entscheiden.

Und es entwickelten sich zwei tolle, lehrreiche Endspiele, die von Daniel auf Brett 3 und vor allem von Lukas am Spitzenbrett großartig geführt wurden. Lukas Leisch wich mutig einer Stellungswiederholung aus und setzte auf seinen Raumvorteil in einem komplizierten Leichtfigurenendspiel. Mit feinsinnigen Manövern eroberte er sowohl am Damenflügel aus auch am Königsflügel einen gegnerischen Bauern und kam zu einem ganz wichtigen Erfolg. 4.3 für Leoben! Daniel am dritten Brett spielte die längste Partie des Tages. Er hatte in einem schwerblütigen Damenendspiel einen weit vorgerückten Freibauern, der sich schlussendlich durch die vielen Dauerschachdrohungen seines Gegners nicht verwerten ließ.

Der unentschiedene Ausgang in dieser spannenden Begegnung fixierte damit den Endstand, einen wichtigen Sieg gegen eine in dieser Saison kraftvoll agierende SG Fürstenfeld/Hartberg. Die letzte Runde wird als gemeinsame Schlussrunde in zwei Wochen in Pinggau ausgetragen, dort wartet dann das Team aus Söchau.

Niederlage in der Landesliga gegen den neuen Tabellenführer SC Pinggau-Friedberg

Die spannende Begegnung in der 9. Runde der steirischen Landesliga brachte leider eine Niederlage für unser beherzt kämpfendes Team gegen eine erdrückend stark aufgestellte Pinggauer Mannschaft. Mit vier internationalen Meistern auf den ersten vier Brettern unterstrich das Team aus der Südsteiermark ihre Meisterambitionen und damit waren sie natürlich auch in dieser Runde klarer Favorit.

Dies hielt unsere von Kapitän Manfred Mussnig nominierte Mannschaft nicht davon ab, von Beginn an motiviert dagegenzuhalten, und nach einem Remis auf Brett 2 gelang Robert Rauchlahner jun. als Nachziehender eine glänzend geführte schwungvolle Angriffspartie, mit der er unser Team sogar in Führung brachte.

Die verbliebenen Partien gingen allesamt über die volle Distanz, und lange war nicht abzusehen, wohin die Waagschale sich neigen würde. Daniel auf Brett 2 konnte seine stark vorgetragene Partie in den Remishafen führen, doch leider gelang Pinggau in der hochdramatischen Schlussphase auf den Brettern 4, 5 und 8 ein entscheidender Hattrick, womit unsere Gegner uneinholbar davonziehen konnten.

Die beiden hartnäckig ausgekämpften Endspiele von Lukas auf Brett 1 und Obmann Schein auf Brett 6, die jeweils mit Remis endeten, änderten nichts mehr an der doch etwas unglücklichen Niederlage gegen einen enorm starken Gegner.

In zwei Wochen geht es weiter gegen die SG Fürstenfeld-Hartberg, die bis zu dieser Runde Tabellenführer waren. Eine weitere große Herausforderung wartet somit auf unsere Mannschaft!

Leoben spielt in der Landesliga remis gegen die Grazer Schachgesellschaft

Tolle Stimmung für alle Schachfans herrschte am 28.2.2026 im Festsaal des Restaurants Gösserbräu. Für die 8. Runde in der steirischen Landesliga hatten sich nicht nur unsere Landesligamannschaft und das Team der I. Klasse zu ihren Wettkämpfen eingefunden, auch unsere Schachfreunde aus Trofaiach hatten ihre Heimspiele der Runde in diesen wunderschönen Spielort verlegt und so gab es an insgesamt 24 Brettern hochinteressantes Schach zu sehen.

In den letzten Runden hatte unser Team einen deutlichen Aufwärtstrend gezeigt, den wir natürlich gegen die Mannschaft aus Graz, das Team der Grazer Schachgesellschaft, gerne fortsetzen wollten. Da wir nach Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellungen feststellten, das wir an allen acht Brettern zum Teil deutliche Elovorteile aufwiesen, fanden wir uns sogar in der Favoritenrolle wieder. Allerdings schien das unser Spiel nicht merklich zu beflügeln, recht bald endeten die Partien von Kapitän Manfred und auch von Oliver mit Remis. Auch unser Spitzenbrett beendete seine Partie mit einem Unentschieden und damit hatten wir auch schon drei unserer vier Weißpartien beendet und keines der beiden Teams war in Führung gegangen.

Dies gelang schließlich unserer Mannschaft, als Lena am Jugendbrett den ganzen Punkt holte. Ein wichtiger Erfolg! Die Führung behielten wir auch weiterhin, denn Daniel auf Brett 2 und Robert auf Brett 6 holten in spannenden Partien ebenfalls einen halben Punkt. Über den Ausgang des Wettkampfs mussten nun die beiden noch verbliebenen Partien entscheiden: Georg hatte sich für diese Begegnung eine besonderes interessante Eröffnung ausgedacht, allerdings kam er recht bald in ernsthafte Schwierigkeiten und musste, um seinen König zu retten, in ein Endspiel abwickeln, dass seinem Gegner zwei Mehrbauern bescherte. Dieser materielle Rückstand war nicht mehr wettzumachen und damit hatten die Grazer ausgeglichen.

Alles hing nun von der Begegnung auf Brett 5 ab: In der letzten Partie des Wettkampfs ging es in der Tat heiß her. Unser Obmann hatte kurz nach der Eröffnung einen wichtigen Zentrumsbauern und das Läuferopfer erobert, allerdings gestaltete sich die Verwertung des Vorteils aufgrund der hartnäckigen Verteidigung seines Gegners nicht so einfach. Im unbedingt Gewinnstreben übersah Weiß dann eine einfache Antwort des Grazer Gegners und musste wegen einer unangenehmen Mattdrohung wichtiges Material opfern, was ihn schlussendlich in missliche Lage brachte. Knapp an Bedenkzeit gab sich sein Gegner allerdings mit einer Zugwiederholung zufrieden, was schlussendlich den unentschiedenen Ausgang dieses Wettkamps besiegelte.

Fazit: Wer im Fußball keine Tore schießt, wird sich mit dem Gewinnen schwertun, wer im Schach seine Möglichkeiten nicht nützt, lässt immer wieder wichtige Punkte am Wegrand liegen. Aber alles in allem dürfen wir mit dem unentschiedenen Wettkampfausgang gegen eine gefährliche Grazer Mannschaft nicht unzufrieden sein, selbst wenn unsere Gegner diesmal nicht mit ihrer besten Aufstellung nach Leoben gekommen sind. In den beiden nächsten Runden geht es gegen die Spitzenreiter in dieser Saison, wir freuen uns schon auf diese hochkarätigen Begegnungen.

7. Runde in der steirischen Landesliga: Leoben siegt erneut

Langsam scheint der Leobner Landesliga-Zug Fahrt aufzunehmen. Gegen den Grazer Postsportverein konnten wir den zweiten Sieg in Folge einfahren, ein sehr wichtiger Erfolg, der uns etwas Luft gibt in einem äußerst spannenden Turnier in der heuer extrem stark besetzten steirischen Landesliga. Aber der Reihe nach: Bemerkenswert die Aufstellung, nach vielen Jahren kehrte IM Robert Kreisl wieder ins Team seiner ehemaligen Schachgefährten zurück, was mit großer Freude aufgenommen wurde.


Eine Niederlage in dieser Begegnung hätte unser Team ans Tabellenende gespült. Dieser Sachverhalt war uns allen wohl bewusst und so gingen wir hochkonzentriert an die Bretter, es war klar, dass solides, konzentriertes Spiel Vorrang hatte vor wagemutigem, spekulativem Angriffsschach. Und so kam es auch, dass auf den Brettern drei und fünf unsere Schwarzpartien ausgangs des Mittelspiels remis endeten, auch Daniel auf Brett zwei steuerte einen halben Punkt bei.

Große Erleichterung, als in einer sehr unklaren Stellung eine Bauerngabel auf Brett sechs Robert den ganzen Punkt einbrachte. Ein enorm wichtiger Punkt, der uns die Führung bescherte. Oliver auf Brett 7 und Lena am Jugendbrett remisierten ihre Partien, somit mussten die zwei weiterhin laufenden Begegnungen über den Matchausgang entscheiden. Am Spitzenbrett verwaltete IM Lukas Leisch ein schwieriges Endspiel sehr umsichtig und neutralisierte das gegnerische Läuferpaar mit einer starken Verteidigungsleistung. Remis! Und damit war zumindest der unentschiedene Wettkampfausgang gesichert.

Den Schlussakkord setzte wieder einmal Georg, der eine sehr schöne Partie spielte, einen Königsangriff kraftvoll vortrug und just, als es noch einmal kompliziert zu werden schien, die Partie mit Matt am Brett beendete. Damit ging ein aufregender Wettkampf zu Ende, mit dem 5:3 Erfolg sollte es nun weiterhin Aufwind geben für die die entscheidenden Runden.

Das neue Schachjahr startet vielversprechend: Hoher Sieg in der steirischen Landesliga!

Nach einer unglücklichen Herbstsaison, in der wir zahlreiche Punkte am Weg liegengelassen hatten, wollte unser Landesligateam im neuen Jahr natürlich wieder kräftig in die Spur kommen. Kapitän Manfred Mussnig hatte eine äußerst schlagkräftige Mannschaft aufgeboten, er setzte somit ein klares Zeichen, dass wir mit großer Motivation in die zweite Hälfte des Bewerbs gehen wollen.

Da unser Gegner, die Mannschaft aus Gamlitz, nur mit sieben Spielern nach Leoben gekommen war, stand es vor Spielbeginn bereits 1:0. Unser Spitzenbrett Lukas hatte somit kampflos einen Punkt erzielt. Und los ging’s: Daniel auf Brett drei konnte als Anziehender keinen wirklichen Eröffnungsvorteil herausholen und gab seine Partie unentschieden, nach längerem Kampf hieß es auch auf Brett vier: Remis! Unser Kapitän zeigte dabei seine sehr solide Vorstellung. Aber nun kam der Leobner Landesliga-Zug zum ersten Mal in dieser Saison unaufhaltsam ins Rollen: Robert Rauchlahner jun. spielte sehr konzentriert und beendete mit einer schönen, kraftvollen Vorstellung seine Negativserie aus dem Herbst. Bravo!

Unserem Großmeister Andreas Diermair gelang eine sehr gediegene Positionspartie und sehr lehrreich verwertete er seinen in der Eröffnung herausgeholten Materialvorteil. Als auch unser Obmann, seines Zeichens regierender Obersteirischer Meister und steirischer Seniorenlandesmeister, seine Partie gewinnen konnte, war klar, dass wir den ersten Mannschaftssieg dieser Saison unter Dach und Fach gebracht hatten.

Georg baute in einem spannenden Turmendspiel den Vorsprung sogar noch aus, wobei bemerkenswert ist, dass er diesmal ausnahmsweise nicht die längste Partie der Runde spielte.

Dies blieb unserer Jugendspielerin vorbehalten: Mit großem Kampfgeist versuchte Lena, in einem Springerendspiel ihren Mehrbauern zu verwerten, was ihr beinahe auch gelungen wäre. Das Remis in dieser Parte besiegelte letztendlich den 6,5 zu 1,5 Sieg gegen eine starke Gamlitzer Mannschaft. Es bleibt weiterhin spannend in diesem hart umkämpften Bewerb!

4. Runde der Landesliga: Knappe Niederlage in Bärnbach!

Unsere Landesligamannschaft trat in der vierten Runde in Bärnbach, dem Vorjahresmeister, an. Wie bereits in der ersten Runde hatte unser Kapitän auch diesmal wieder zwei Damen in unserer ersten Kampfmannschaft aufgestellt und selbstverständlich war das ganze Team wiederum hoch motiviert.

Aber in der Weststeiermark war uns die Schachgöttin Caissa leider nicht gewogen und nach der Niederlage vor zwei Wochen in Leoben setzte es eine zweite knappe Niederlage. Auf Brett 1 kam unser Großmeister mit Schwarz nicht vernünftig aus einer Zugwiederholung heraus und trennte sich rasch Remis. Mit Ausnahme von Mishi auf Brett 7 kamen aber alle gut aus der Eröffnung heraus und es wurde an allen Brettern hart gefightet. Zur ersten Zeitkontrolle hatten wir leider aber nur auf Brett 3 einen vollen Erfolg zu Buche stehen, da vier Bretter Remis endeten. Hier wurden zwei Chancen auf den ganzen Punkt nicht genützt. Robert und Georg hatten auf den Brettern 4 und 5 noch gute Stellungen. Ein einzügiger Bauerneinsteller im Turmendspiel von Robert führte aber zum sofortigen Verlust. Georg wiederum der letzte von uns, der noch am Brett saß, konnte seine Stellung nicht mehr zum Gewinn drehen, womit die Niederlage gegen die starken Bärnbacher besiegelt war.

Knappe Niederlage in der 3. Runde der Landesliga!

In der dritten Runde der steirischen Landesliga empfing unser Schachklub die Gäste von Styria Graz. Wegen einer Großveranstaltung im Restaurant Gösserbräu mussten wir einen andere Spielstätte wählen, fanden aber im alten Gymnasium Leoben ideale Spielbedingungen vor.

Der Spielverlauf war außerordentlich spannend, aber auch sehr unglücklich für unser Team. An allen Brettern entwickelten sich spannende Partien, nirgendwo zeichnete sich eine friedliche Punkteteilung ab und nach fast drei Stunden Spielzeit waren noch alle Partien am Laufen. Dann kam es zu den ersten Entscheidungen. Kapitän Manfred Mussnig brachte unser Team in Führung, doch beinahe zeitgleich stellte der sonst so verlässlich agierende Robert Rauchlahner jun. in einer spannenden Stellung einen Springer ein. Mit diesem „Geschenk“ hatte Styria ausgeglichen.

Mehr noch: Am Jugendbrett hatte Lena nach einem Versehen ebenfalls urplötzlich entscheidenden materiellen Nachteil und dasselbe Missgeschick passierte in einer aussichtsreichen Position Mario auf Brett sieben. Damit waren drei aussichtsreiche Partien urplötzlich verlorengegangen und eine Vorentscheidung zugunsten der Grazer gefallen.

Der Anschlusstreffer von Lukas auf Brett 1 ließ uns kurzzeitig wieder hoffen, doch dass unser Obmann in einem gewonnenen Endspiel mit Qualitätsvorteil den sofortigen, auf der Hand liegenden Gewinnzug nicht spielte und dem Gegner stattdessen den Aufbau einer Festung erlaubte, passte ins Bild dieser unglücklichen Ereigniskette. Mario auf Brett zwei einigte sich mit seinem Gegner auf Remis, was bedeutete, dass Georg die allerletzte laufende Partie gewinnen musste, um den Wettkampf zu retten. Allerdings war seine Position im Endspiel bereits hoffnungslos und so musste auch er schließlich einen Punkt abgeben.

Fazit: Ein spannender Wettkampf mit dem besseren Ende für die Grazer. Schon in zwei Wochen gegen Bärnbach haben wir die Chance, es besser zu machen!