Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber eine höchst erfreuliche: Nach dem Start in die heurige Landesligasaison lacht unser Team von der Tabellenspitze! Verantwortlich dafür ist eine grandiose Mannschaftsleistung in der ersten Runde beim Auswärtsmatch in Bärnbach. Aber der Reihe nach: Durch den Ausfall unserer Spitzenspieler Lukas Leisch und Andreas Diermayr rückte Daniel Kölber aufs Spitzenbrett vor, dahinter kam nach längerer Zeit Philipp Enöckl zum Einsatz.


Wie im letzten Jahr setzten wir wiederum auf eine sehr solide Kette von routinierten Spielern und am Jugendbrett nahm wie schon so oft Lena Platz. Los ging der Wettkampf und es dauerte nicht lange, da konnte Kapitän Manfred Mussnig bereits den ersten Siegpunkt eintragen. Oliver auf Brett 7 fügte seiner ruhmreichen Sammlung von Französisch-Siegen ein weiteres bemerkenswertes Beispiel hinzu: Gegen die Tarrasch-Verteidigung spielte er eine sehr bissige, positionelle Variante mit einer taktischen Pointe, die sein junger Gegner nicht bemerkte. Am Ende einer beidseits recht rasch heruntergespulten Abwicklung stand plötzlich eine Springergabel auf dem Brett, die dem Nachziehenden eine ganze Mehrfigur bescherte. Mit dieser 1:0 Führung im Rücken spielte nun die ganze Mannschaft wie befreit auf.

Am 3. Brett kam unser Kapitän zu einem ungefährdeten Remis und dann ging es Schlag auf Schlag: Robert Rauchlahner junior spielte, wie wir es in den letzten Jahren schon gewohnt sind, seine Partie scharf auf Gewinn, lehnte ein Remisangebot seines Gegners ab und kam schlussendlich in einem sauber geführten Endspiel zum Erfolg. Seine Freibauern erwiesen sich als deutlich gefährlicher als der gegnerische Springer. Als auch noch Lena auf Brett 8 ihre druckvoll geführte Angriffspartie erfolgreich beenden konnte, war eine Vorentscheidung gefallen.

Der zwischenzeitliche Bärnbacher Punktgewinn auf Brett 2 – Philipp konnte ein schlecht stehendes Endspiel leider nicht halten – änderte nichts am weiteren Matchverlauf: Nach einigen zweifelhaften positionellen Entscheidungen seines Gegners konnte Schein auf Brett fünf in ein Doppelturmendspiel mit einem Mehrbauern überleiten, das er trocken nach Hause spielte. Wie immer stand auf Brett vier bei Georg das Brett in Flammen. Zwar hatte er sich in einem dramatischen Zeitnotgefecht Qualitätsvorteil gesichert, aber sein Gegner konnte noch ein gefährliches Gegenspiel am Königsflügel inszenieren. Als Georg aber eine Möglichkeit wahrnahm, die Damen zu tauschen, war die Gefahr gebannt und das Endspiel Turm gegen Springer (mit Bauern auf beiden Flügeln) brachte einen weiteren Punkt für unser Team.

Turm gegen Springer war auch das Materialverhältnis in der letzten laufenden Partie, allerdings konnte Daniel mit seinem Springer und den verbliebenen Bauern eine Festung installieren, die sein hartnäckiger Gegner trotz Qualitätsvorteils nicht knacken konnte. Eine abgeklärte Verteidigungsleistung sicherte das Remis und den 6:2 Auswärtssieg gegen Bärnbach. Herzliche Gratulation an das Team zu diesem bemerkenswerten Einstieg in die neue Saison.

