Die vorletzte Runde der steirischen Landesliga sah im Restaurant Gösserbräu ein wichtiges Duell, sowohl im Kampf um die Tabellenspitze, als auch um die Plätze am Ende der Tabelle. Die lange Zeit führende Spg. Fürstenfeld/Hartberg wollte ihre letzte Chance wahrnehmen, die Tabellenspitze zurückzuerobern, die gastgebende Leobner Mannschaft hatte den Wunsch, sich von den hinteren Tabellenplätzen Richtung Mittelfeld nach vorne zu bewegen. Somit war in dieser Begegnung von Beginn an für einiges an Brisanz gesorgt. Beide Teams waren solide aufgestellt und es entwickelten sich spannende Kämpfe mit unklaren Stellungen auf allen Brettern.

Die Kiebitze sahen hier die Loebner im Vorteil, dort die Gäste und es war schwer abzusehen, wohin sich die Waagschale neigen würde. Auf den Brettern zwei, fünf und sechs endeten die Begegnungen schlussendlich mit einem Unentschieden und als Oliver auf Brett sieben eine Mehrfigur am Brett hatte, sah es nach der ersten Ganzentscheidung aus. Doch sein Gegner konnte nach einigen Ungenauigkeiten des Leobner Routiniers genügend Gegenspiel entfachen um sogar in ein Turmendspiel mit Mehrbauern überzuleiten. Oliver zeigte jedoch Nerven und Kampfkraft und hielt die Partie unentschieden.


Nach vier Begegnungen war der Wettkampfstand ausgeglichen. Georg auf Brett vier hatte als Nachziehender zwar einen Minusbauern, aber mehr als ausreichende Kompensation in Form eines wunderbaren Springers und zweier aktiver Türme. Damit entfachte er gekonnt einen unwiderstehlichen Mattangriff, dem sein Gegner nichts entgegenzusetzen hatte. Wir waren in Führung gegangen! Am Jugendbrett kämpfte Deniz großartig und hätte um ein Haar seine Stellung zusammengehalten, in einem komplizierten Turmendspiel musste er schließlich die Segel streichen. Wieder Ausgleich, 3.3! Die beiden laufenden Partien sollten über den Matchausgang entscheiden.

Und es entwickelten sich zwei tolle, lehrreiche Endspiele, die von Daniel auf Brett 3 und vor allem von Lukas am Spitzenbrett großartig geführt wurden. Lukas Leisch wich mutig einer Stellungswiederholung aus und setzte auf seinen Raumvorteil in einem komplizierten Leichtfigurenendspiel. Mit feinsinnigen Manövern eroberte er sowohl am Damenflügel aus auch am Königsflügel einen gegnerischen Bauern und kam zu einem ganz wichtigen Erfolg. 4.3 für Leoben! Daniel am dritten Brett spielte die längste Partie des Tages. Er hatte in einem schwerblütigen Damenendspiel einen weit vorgerückten Freibauern, der sich schlussendlich durch die vielen Dauerschachdrohungen seines Gegners nicht verwerten ließ.
Der unentschiedene Ausgang in dieser spannenden Begegnung fixierte damit den Endstand, einen wichtigen Sieg gegen eine in dieser Saison kraftvoll agierende SG Fürstenfeld/Hartberg. Die letzte Runde wird als gemeinsame Schlussrunde in zwei Wochen in Pinggau ausgetragen, dort wartet dann das Team aus Söchau.

